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Globale Collaboration-Studie: Mehrheit der deutschen Unternehmen interessieren sich für Social Media

Verbesserung von Geschäftsprozessen, höhere Mitarbeiterzufriedenheit und Ansprache neuer Talente sind ausschlaggebende Gründe / Geschäftsführer verkennen jedoch oft Potenziale

KRONBERG/TAUNUS - 19. October 2010

Deutsche Unternehmen verfolgen keine klare Social Media-Strategie. Lediglich sechs Prozent haben bisher strategische Maßnahmen erarbeitet, um Mitarbeitern Zugang zu sozialen Netzen oder Wissensplattformen für den gemeinsamen Austausch zu ermöglichen. Selbst in den USA haben lediglich 13 Prozent eine solche Strategie erarbeitet und bereits umgesetzt. Dies sind Ergebnisse einer Studie, die von Avanade, einem Anbieter von Business Technologie-Services, zum Thema „Digitale Zusammenarbeit in Unternehmen” in Auftrag gegeben wurde. Das unabhängige Forschungsunternehmen Kelton Research befragte dafür mehr als 500 Vorstände, Manager und IT-Entscheider aus Deutschland und 16 weiteren Ländern, darunter auch Entscheider aus den USA. Unter Social Media verstehen sich multimediale Plattformen wie etwa Wikis, Blogs, Twitter, XING und Facebook, die den gegenseitigen Austausch im Internet ermöglichen.

Interesse ist klar zu erkennen

Die weiteren Studienergebnisse zeigen, dass 50 Prozent der deutschen Unternehmen klar an der Nutzung von Social Media interessiert sind, um die Kommunikation der Mitarbeiter im Betriebsalltag zu verbessern und zu erleichtern. Weitere 34 Prozent der deutschen Studienteilnehmer arbeiten bereits an einer geeigneten Umsetzung. Der Durchschnitt der befragten weiteren zwölf europäischen Länder liegt hier sogar bei 36 Prozent sowie in den USA bei 26 Prozent. Nur neun Prozent der hiesigen Unternehmen haben das Thema derzeit nicht auf ihrer Agenda.

Dennoch gibt es auch Skepsis bei den befragten IT-Entscheidern und Geschäftsführern in Deutschland. So schätzen 22 Prozent der Teilnehmer den Einsatz von Social Media-Tools in der Unternehmenskommunikation als nicht realistisch ein. Dies sehen auch 21 Prozent der Befragten aus den USA und 15 Prozent der weiteren Teilnehmer in Europa so. Ebenso spielt die Generationenfrage eine wichtige Rolle: So meinen 38 Prozent, dass Führungskräfte, die oft einer reiferen Generation angehören, das Potenzial von Social Media nicht erkennen würden. Nur neun Prozent der deutschen Studienteilnehmer sind der Meinung, dass Social Media-Tools lediglich etwas für jüngere Leute in deren privatem Umfeld seien. Jeder vierte deutsche Befragte ist sich bewusst, dass sich soziale Netzwerke auch ohne eine proaktive Kommunikationsstrategie im Unternehmen schleichend verbreiten werden. „Dies ergibt sich vor allem aus der intensiven Verbreitung von Twitter, Facebook, Foursquare, YouTube und weiteren Social Media-Kanälen im privaten Umfeld”, weiß Thomas Krofta, Service Line Lead Portals & Collaboration Solutions für Avanade Deutschland, Österreich und Schweiz. „So erwartet die Generation Y, also die 18 bis 30jährigen, die gleichen Kommunikationskanäle am Arbeitsplatz vorzufinden, die sie selbst auch privat nutzt. Heimische Unternehmen, die jetzt eine geeignete Strategie angehen, können noch eine Vorreiterrolle einnehmen und sich als attraktiver, fortschrittlicher Arbeitgeber positionieren.”

Weniger Fluktuation, positives Image, verbesserte Produktivität

Unternehmen, die bereits Kommunikationstools aus dem Bereich Social Media implementiert haben, sehen deutliche Vorteile in deren Nutzung. So sagen mehr als 30 Prozent, dass sich die Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen Abteilungen verbessert hätte und Probleme schneller gelöst würden. Knapp jeder vierte Befragte gibt an, dass sich mit der Nutzung der neuen Kommunikationskanäle die Produktivität verbessert und der Vertrieb angekurbelt werden kann. 13 Prozent meinen sogar, dass sich hierdurch die Kundenzufriedenheit gesteigert hätte. Darüber hinaus kann eine geeignete Social Media-Strategie für das so genannte „Employer Branding“ bedeutend sein. 38 Prozent der Studienteilnehmer erklären, die Nutzung der neuen Kommunikationskanäle würde die Mitarbeiterzufriedenheit erhöhen. Knapp jeder Dritte meint, dass die Mitarbeiterfluktuation abnehmen würde und der Einsatz von Social Media dabei hilft, das Image des Unternehmens zu verbessern. Mehr als jeder Dritte der Befragten äußert, ohne den Einsatz von Social Media nicht den größtmöglichen Talent-Pool ansprechen oder erreichen zu können.

Tatsächliche Nutzung hinkt hinterher

Obwohl deutsche Unternehmen ihr klares Interesse an Social Media signalisieren, verdeutlichen die Ergebnisse doch, dass im Arbeitsalltag immer noch die klassischen Kommunikationskanäle zur Informationsgewinnung eingesetzt werden. So werden bei der täglichen Mitarbeiterkommunikation E-Mails mit 97 Prozent und das Telefon mit 94 Prozent mit Abstand am häufigsten genutzt. Aber auch das gemeinsame Chatten über Instant Messaging wird mit 66 Prozent relativ häufig in deutschen Unternehmen eingesetzt. Wissensplattformen, wie etwa Wikis, werden hingegen kaum oder gelegentlich genutzt. Hier liegt die häufige Nutzung lediglich bei 22 Prozent. Auch Blogs und Microblogs wie Twitter werden in jedem zweiten Unternehmen nie oder kaum eingesetzt. Die Zahlen verdeutlichen zudem, dass sich neuartige Kommunikationskanäle über die Zeit etablieren. Dies zeigt sich vor allem bei den bereits seit längerem existierenden Kanälen Intranet und bei gemeinsam genutzten Laufwerke. So setzen bereits jeweils 78 Prozent und 82 Prozent der Befragten häufig auf das Intranet sowie gemeinsame Laufwerke zum Informationsaustausch.

Gleichwohl sind deutsche IT-Entscheider und Manager dafür offen, dass Mitarbeiter neue Kommunikationskanäle für geschäftliche Zwecke einsetzen dürfen, auch wenn das Unternehmen selbst keine Social Media-Strategie verfolgt: Mehr als drei Viertel der Befragten meinen, dass sie ihren Mitarbeitern Zugang gestatten zu Instant Messaging-Tools (78 Prozent), Facebook (47 Prozent), Foren (41 Prozent), Wikis (31 Prozent) und Microblogs (22 Prozent).

Bedeutung für Geschäftskommunikation noch gering eingeschätzt

Auch bei der Frage, wie wichtig bestimmte Kommunikationskanäle für die geschäftliche Kommunikation sind, haben die klassischen Formen die Nase vorn. So geben deutlich mehr als drei Viertel der Befragten an, dass E-Mail (88 Prozent) und Telefon (81 Prozent) besonders wichtige Austauschkanäle im Geschäftsalltag darstellen. Aber auch Instant Messaging ist auf dem Vormarsch. Diesen Kommunikationskanal halten bereits 63 Prozent für wichtig. Wikis, Blogs und Microblogs stufen hingegen nur 16 Prozent der Befragten als wichtige Informationsquelle ein.

Die primären Gründe, warum Unternehmen Kommunikations- und Informationsinstrumente einführen sind: um Kosten zu sparen (66 Prozent), die Produktivität im Unternehmen zu erhöhen (59 Prozent) und um Zeit zu sparen (50 Prozent). Thomas Krofta erklärt: „Bei der Nutzung von Collaboration-Tools geht es im eigentlichen Sinn nicht mehr darum, dass Mitarbeiter Zugriff auf gemeinsame Dokumente haben und sich via Telefon erreichen können, sondern darum, wie Arbeitsschritte und -prozesse effizienter gestaltet werden können. Dank moderner Social Media-Tools können Teams und Abteilungen deutlich leichter standort- oder länderübergreifend zusammenarbeiten, weil die Kommunikation synchron möglich ist. Mitarbeiter können sich also per Instant Messaging und Web-Konferenzen zu Erkenntnissen und Problemen austauschen und durch den Einsatz von beispielsweise Wissensplattformen auch leichter auf das Know-how von Experten und Kollegen zugreifen, die etwa auf einem anderen Kontinent sitzen.”

Über das Unternehmen

Über die Studie

Die Collaboration-Studie wurde von dem unabhängigen Forschungsunternehmen Kelton Research durchgeführt. In der Zeit vom 8. bis 15. Februar 2010 wurden 538 Online-Interviews mit Managern, IT-Entscheidern und Abteilungsleitern der bedeutendsten Unternehmen in 17 Ländern in Nordamerika, Europa und dem Asien-Pazifik-Raum durchgeführt.

Über Avanade

Avanade bietet Business Technologie-Services, die Einblick, Innovation und Expertise in Microsoft-Technologie verbinden, um Kunden bei der Optimierung ihrer Ergebnisse zu unterstützen. Die Services und Lösungen von Avanade helfen, Effektivität, Produktivität und Vertrieb in Unternehmen verschiedenster Branchen zu erhöhen. Das Unternehmen bietet erstklassige Microsoft-Expertise durch ein globales Netzwerk von Beratern und verwendet die richtige Mischung von Onshore-, Offshore- und Nearshore-Angeboten, um Ergebnisse schneller, zu geringeren Kosten und mit weniger Risiko zu liefern. Avanade, das mehrheitlich Accenture gehört, wurde 2000 von Accenture und Microsoft gegründet und betreut Kunden in mehr als 24 Ländern weltweit mit mehr als 11.000 Experten. Weitere Informationen unter: http://www.avanade.de

Kontaktdaten

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Carolin Nillert
+49 (0)69 3085 5856
avanadeasg@lewispr.com

Links

http://www.avanade.de


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