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Versicherer managen Risiko nicht umfassend genug

Köln - 03. June 2008

Die jüngsten Entwicklungen im Kapitalmarkt haben gezeigt, wie wichtig ein funktionierendes Risikomanagement ist. Laut EMB Deutschland (www.emb-d.de), dem Experten für aktuarielle Unternehmensberatung im Bereich der Sach- und Rückversicherung, bietet die ausgeglichene Betrachtung von Risiko und Ertrag auch in der Versicherungsbranche weit reichende Chancen: Wertorientierte Steuerung, ein zentraler Managementansatz zur Steuerung des Risikoportfolios, könnte Versicherer beim Management ihres Risikos unterstützen. „Der Ausgangspunkt für strategische Entscheidungen bei Risikoinvestitionen muss wertorientierte Steuerung sein; bei Versicherern greift sie vor allem im Bereich der Rückversicherung und der Asset Allokation, aber auch beim Pricing und Underwriting“, sagt Frank Sommerfeld, Geschäftsführer bei EMB Deutschland. „Da die Methoden wertorientierter Steuerung oft unklar sind, lohnt es sich, Schritt für Schritt zu zeigen, wie man beispielsweise eine Effizienzanalyse eines Rückversicherungsprogramms vornimmt.“ Anlässlich des diesjährigen 8. Treffens der Arbeitsgruppe „Wertorientierte Steuerung von Versicherungsunternehmen“ der Versicherungsforen Leipzig stellte der Assekuranz-Experte daher die Grundlagen am Beispiel der Rückversicherung vor.


„Ziel des Workshops war es, bei der Basis zu beginnen und zu fragen, wie man Risiko misst, Risikokapital ermittelt und allokiert – also auf einzelne Segmente aufteilt – sowie Profit und Effizienzkennzahlen herleitet“, erläutert Sommerfeld. „Das Beispiel der Rückversicherung ist besonders geeignet, da man hier an einfachen Beispielen zeigen kann, wie man den maximalen Return auf das Kapital erhält.“ Ein nicht planbares Ereignis, im Beispiel der Rückversicherung etwa ein Sturmschaden, kann jeden Business Plan zunichte machen, daher gilt es, das Risiko ins Verhältnis zum Ertrag zu setzen und dafür zu sorgen, dass sich die unterschiedlichen Risiken eines Portfolios untereinander ausgleichen.


Da sich durch die Prämie für die Rückversicherung der Erwartungswert des Gewinns reduziert, sollte eine Messung der Effizienz vorgenommen werden, das heißt, dass durch die Rückversicherung die Kapitalkosten reduziert werden. Als Risikomaß schlägt EMB das Prinzip des TVaR (Tail Value at risk) vor. Dieses misst – im Gegensatz zum geläufigeren Value at risk (VaR) – nicht nur die Wahrscheinlichkeit des Eintretens eines bestimmten Schadenfalls, sondern auch die zu erwartende Höhe. Als notwendige Bedingung für Effizienz legt EMB fest, dass der Return auf das Nettorisikokapital größer als der auf das Bruttorisikokapital sein muss. Unterschiedliche Rückversicherungen vergleicht man auf analoge Weise.


Will man das Risiko für mehr als eine Sparte berechnen, beispielsweise für die Kraftfahrt- und die Wohngebäudesparte, so stellt sich zunächst die Frage: Wie wird das Risikokapital des Unternehmens sinnvoll auf die Segmente herunter gebrochen? Ein Grundsatz des Experten EMB lautet hier: „Das Segment, das Risikokapital-relevante Situationen des Gesamtunternehmens stärker beeinflusst, soll mehr Risikokapital bekommen.“ Zur Lösung gibt es unterschiedliche Ansätze: Bei der TVaR-Allokation z.B. wird in jedem Pfad, der relevant ist für das Risikokapital, der Beitrag der unterliegenden Segmente gemessen. Dagegen misst die Kovarianz-Allokation den Einfluss des Segments auf das Gesamtergebnis über die gesamte Verteilungsbreite. Dadurch kann auch ein Segment stärker mit Risikokapital belastet werden, das stärker zum Gewinn des Unternehmens beiträgt, was oftmals konträr zu dem Ziel der Allokation steht.


„Nur ein ganzheitlicher Risiko-Return-Ansatz liefert eine hinreichende Grundlage für strategische Entscheidungen im Sinne einer wertorientierten Unternehmenssteuerung“, sagt Frank Sommerfeld. Die Empfehlung von EMB lautet im Hinblick auf die Rückversicherung, sich bei der Effizienzanalyse an die TVaR-Allokation zu halten. „Die richtige Allokation ist abhängig vom verfolgten Ziel. Doch für reine Risikoanalysen, Portfoliosteuerung und das Verständnis zum Zusammenwirken von Risiken ist TVaR das sinnvollste Maß und auch die zugehörige TVaR-Allokation beschreibt am besten den Einfluss der Risikosegmente auf das Gesamtergebnis“, fasst Frank Sommerfeld die Ergebnisse des Workshops zusammen.

Zitat Unternehmensvertreter

„Der Ausgangspunkt für strategische Entscheidungen bei Risikoinvestitionen muss wertorientierte Steuerung sein; bei Versicherern greift sie vor allem im Bereich der Rückversicherung und der Asset Allokation, aber auch beim Pricing und Underwriting“, sagt Frank Sommerfeld, Geschäftsführer bei EMB Deutschland. „Da die Methoden wertorientierter Steuerung oft unklar sind, lohnt es sich, Schritt für Schritt zu zeigen, wie man beispielsweise eine Effizienzanalyse eines Rückversicherungsprogramms vornimmt.“

„Ziel des Workshops war es, bei der Basis zu beginnen und zu fragen, wie man Risiko misst, Risikokapital ermittelt und allokiert – also auf einzelne Segmente aufteilt – sowie Profit und Effizienzkennzahlen herleitet“, erläutert Sommerfeld. „Das Beispiel der Rückversicherung ist besonders geeignet, da man hier an einfachen Beispielen zeigen kann, wie man den maximalen Return auf das Kapital erhält.“

„Nur ein ganzheitlicher Risiko-Return-Ansatz liefert eine hinreichende Grundlage für strategische Entscheidungen im Sinne einer wertorientierten Unternehmenssteuerung“, sagt Frank Sommerfeld. Die Empfehlung von EMB lautet im Hinblick auf die Rückversicherung, sich bei der Effizienzanalyse an die TVaR-Allokation zu halten. „Die richtige Allokation ist abhängig vom verfolgten Ziel. Doch für reine Risikoanalysen, Portfoliosteuerung und das Verständnis zum Zusammenwirken von Risiken ist TVaR das sinnvollste Maß und auch die zugehörige TVaR-Allokation beschreibt am besten den Einfluss der Risikosegmente auf das Gesamtergebnis“, fasst Frank Sommerfeld die Ergebnisse des Workshops zusammen.

Über das Unternehmen

Über EMB Deutschland

EMB Deutschland (www.emb-d.de) ist die marktführende aktuarielle Unternehmensberatung im Bereich Sach- und Rückversicherung in Deutschland und Teil des globalen Netzwerkes EMB. Die Schwerpunkte der Tätigkeit von EMB Deutschland umfassen die Bereiche Tarifierung und Prämienoptimierung, DFA, ALM und Risikomanagement sowie Reservierung und Unternehmensbewertung.

EMB (www.emb.co.uk) wurde 1993 gegründet und kombiniert versicherungsmathematische (aktuarielle) Beratung mit Software für anspruchsvolle Analysen und Risikobewertung. Die Europa-Zentrale von EMB befindet sich in London, weltweit beschäftigt das Unternehmen mehr als 250 Mitarbeiter und deckt damit alle wichtigen Märkte ab (einschließlich Nord-, Mittel- und Südamerika, den Asiatisch-/Pazifischen Kontinent und Europa sowie den Mittleren Osten und Afrika). Zu den globalen Kunden von EMB zählen 28 der weltweit Top-30 Sach- und Rückversicherer.

Kontaktdaten

LEWIS PR
Alexander Wehrmann
Tel.: +49 69 3085-5853
alexanderw@lewispr.com


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