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Elektronischer Datenverkehr der Zukunft

SAPERION über ELENA und die Beweiskraft qualifizierter elektronischer Signaturen

Berlin - 17. February 2010

Von e-Commerce über e-Business bis hin zu e-Government – der elektronische Datenverkehr hält in allen Bereichen Einzug. Umso wichtiger wird die Nachprüfbarkeit der Urheberschaft. Der Berliner ECM-Experte SAPERION geht deshalb davon aus, dass künftig die Nutzung von qualifizierten elektronischen Signaturen rapide ansteigen wird – auch ELENA sei Dank.

Mit dem Mega-Projekt ELENA, dem elektronische Entgeltnachweis, erhofft sich die Bundesregierung die Vereinfachung ihrer Verwaltungstätigkeiten und die Entlastung der Behörden. Durch die Speicherung persönlicher Daten in der Zentralen Speicherstelle werden Papierformulare in Zukunft überflüssig. Zudem werden ab dem 1.1.2012 in Deutschland die Einkommensnachweise elektronisch erbracht. Die Freigabe der Daten für die Behörde erfolgt durch die Identifikation mittels einer persönliche Chipkarte mit integriertem Zertifikat. Damit kann jeder Bürger dann auch qualifizierte elektronische Signaturen beim Unterschreiben von Dokumenten erstellen. Ziel ist es mit ELENA erst einmal, alle Bescheinigungen im Bereich des Sozialgesetzbuches elektronisch zu erfassen – darüber hinaus bestehen jedoch auch weitere Einsatzmöglichkeiten, die sich durch das Verfahren auf Basis von Chipkarte nebst qualifizierter elektronischer Signatur ergeben. Der Signaturnutzer genießt dann den Vorteil ‚Sicherheit’ bei Online-Aktivitäten wie Shopping, elektronischer Steuererklärung bis hin zu Bankgeschäften. 

Es stellt sich jedoch dem Nutzer die Frage: Welche persönliche Chipkarte eignet sich am Besten als Signatur-Träger? Ein möglicher Träger ist der neue Personalausweis, der ab November 2010 eingeführt wird. Auch die zukünftige elektronische Gesundheitskarte, sowie die aktuelle EC-Karte besitzen einen Chip, der auf Wunsch für die qualifizierte elektronische Signatur ausgestattet werden kann. Kritiker meinen, dass als Träger für das Signieren nicht Karten verwendet werden sollten, die aus der Hand gegeben werden, wie z.B. der Personalausweis oder die Gesundheitskarte.

Für das Signieren ist neben der Chipkarte mit dem Zertifikat ein spezielles Lesegerät sowie Software notwendig. Diese Geräte stehen dann in den Behörden bereit. Wer privat signieren möchte, muss sich diese Komponenten aber selbst beschaffen. „Der Trend zur Nutzung der digitalen Signatur ist eine gute Idee für mehr Sicherheit im Online-Verkehr“, kommentiert Dr. Bartonitz, Produktmanager bei SAPERION. „In der anonymen Welt des Internets fehlt bisher der sichere Identitätsnachweis.“ Der Echtheitsanschein lässt sich kaum erschüttern – nur im Falle des Diebstahls der Chipkarte – was als die wohl größte Sicherheitslücke anzusehen ist.

Die Bundesregierung sieht die Lösung des Problems in einer 2 Ziffern größeren PIN als bei der EC-Karte. „Sobald die Chipkarte entwendet und dabei auch die PIN ausgespäht wurde, ist dieses Verfahren leider genauso unsicher wie bei der üblichen EC-Karte“, erkennt Dr. Bartonitz. Zwar kann der Diebstahl direkt gemeldet werden, wodurch die Karte ab diesem Zeitpunkt als gesperrt registriert wird, aber bis dahin kann die Karte missbraucht werden.

Wirklich sicher sei nur eine Freischaltung der Chipkarte mit biometrischen Mitteln, ähnlich dem Verfahren zu biometrischen, elektronischen Unterschriften. Hierbei werden beim Schreiben auf einem Unterschriften-Pad neben dem eigentlichen Schriftzug auch die Geschwindigkeit, der Andruck und die Beschleunigung gemessen. Allerdings existieren für eine Interoperabilität zwischen unterschiedlichen Systemen noch keine Standards zur Speicherung dieser Merkmale. Der Experte weiter: „Weltweit wird die biometrische Signatur wesentlich häufiger eingesetzt als in Deutschland. Grund ist die Nichtbehandlung dieses Verfahrens im deutschen Signaturgesetz. Obwohl inzwischen nicht minder sicher als das Verfahren mit der Chipkarte, erreicht die biometrische Signatur nicht den höchsten Beweiswert. “

ELENA in der Kritik: Die Vorratsdatenspeicherung für Entgeltdaten aller Arbeitnehmer, die durch das Verfahren eingeleitet wurde, ist ein gefährlicher Schritt Richtung ‚gläserner Bürger’. Auch ist kritisch, ob wirklich nur die Daten an ein Unternehmen oder eine Behörde freigegeben werden, auf die sie auch nur den berechtigen Zugriff haben. „Es muss noch Einiges getan werden, damit man wirklich von mehr Sicherheit und praktischem Nutzen sprechen kann, aber wir sind auf dem richtigen Weg“, resümiert Dr. Bartonitz.

Executive quote

„Der Trend zur Nutzung der digitalen Signatur ist eine gute Idee für mehr Sicherheit im Online-Verkehr“, kommentiert Dr. Bartonitz, Produktmanager bei SAPERION. „In der anonymen Welt des Internets fehlt bisher der sichere Identitätsnachweis.“

„Sobald die Chipkarte entwendet und dabei auch die PIN ausgespäht wurde, ist dieses Verfahren leider genauso unsicher wie bei der üblichen EC-Karte“, erkennt Dr. Bartonitz.

„Weltweit wird die biometrische Signatur wesentlich häufiger eingesetzt als in Deutschland. Grund ist die Nichtbehandlung dieses Verfahrens im deutschen Signaturgesetz. Obwohl inzwischen nicht minder sicher als das Verfahren mit der Chipkarte, erreicht die biometrische Signatur nicht den höchsten Beweiswert. “

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Die Vision der SAPERION ist es, Unternehmen, Menschen und Prozesse zusammenzuführen, damit sie schneller und mit besseren Entscheidungen in den dynamischen Märkten von heute agieren können. Weltweit über 1.650 Unternehmen aus allen Branchen steigern mit SAPERION die Qualität ihrer Produkte, erhöhen die Zufriedenheit ihrer Kunden, senken Kosten und gewinnen so entscheidende Wettbe-werbsvorteile. Die Produkte der SAPERION zielen auf drei Kernprobleme vieler Unternehmen: das Optimieren der Prozesse, das Schaffen von Rechtssicherheit und das Integrieren von Informationen. Mehr Informationen unter: www.saperion.com

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