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SITA-Report zeigt weltweite Verbesserungen im Gepäckmanagement

Fluggesellschaften sparen 800 Millionen US-Dollar ein

London - 30. March 2009

Im vergangenen Jahr ist die Zahl fehlerhafter Gepäckabwicklungen im Passagierflugverkehr um mehr als 20 Prozent gesunken. Dies zeigt der fünfte jährliche Baggage Report des Luftfahrt-IT-Anbieters SITA. 2008 kamen insgesamt 32,8 Millionen Gepäckstücke verspätet, beschädigt oder gar nicht am Zielort an, während es im Vorjahr noch 42,2 Millionen waren. Hierbei sank die Zahl tatsächlich verschollener oder gestohlener Gepäckstücke von 1,28 Millionen auf etwa 736,000.

Francesco Violante, CEO von SITA, kommentiert: „Zum ersten Mal seit Beginn unserer Aufzeichnungen wurden deutlich weniger Gepäckstücke falsch abgefertigt oder sind abhanden gekommen. Die Zahl der Vorfälle ist um rund zehn Millionen gesunken, wodurch die Branche etwa 800 Millionen US-Dollar eingespart hat.“ Violante weiter: „Dies erklärt sich zum Teil durch neue Bestimmungen der Fluggesellschaften. Sie haben dazu geführt, dass insgesamt weniger Gepäckstücke eingecheckt wurden, was auch die Fehlerquote gesenkt hat. Gleichzeitig konnten Initiativen für die Gepäckabwicklung, wie das Baggage Improvement Programme der IATA und SITAs integrierte Lösungen für das Gepäckmanagement, gute Ergebnisse erzielen und der Branche und den Passagieren gleichermaßen zugute kommen.“

Im vergangenen Jahr kamen auf tausend Passagiere 14,28 fehlerhaft abgefertigte Gepäckstücke. Die Daten basieren auf WorldTracer, dem vollautomatisierten System von SITA für die Verfolgung von verlorenem und fehlgeleitetem Gepäck. Rund 400 Fluglinien und Unternehmen in der Bodenabfertigung setzen WorldTracer ein. Im Vorjahr betrug die Fehlerrate laut WorldTracer noch rund 18,86 je tausend Passagiere.

Der diesjährige Baggage Report zeigt weiter: Die größte Herausforderung für die Gepäckabfertigung ist der Transfer des Gepäcks bei Anschlussflügen. Der Anteil falsch abgefertigten Transitgepäcks an der Gesamtzahl der Vorfälle betrug 49 Prozent. Jedoch belief er sich im Jahr 2005 noch auf 61 Prozent und ist seitdem konstant gesunken.

Andere Gründe für fehlerhaft abgefertigtes Gepäck, die WorldTracer aufgezeichnet hat, sind mit 16 Prozent die versäumte Gepäckverladung, 8 Prozent waren durch falsche Abfertigung am Ankunftsort bedingt. Auszeichnungsfehler, vertauschte Gepäckstücke und Sicherheitsmaßnahmen machten 13 Prozent der Fehlerursachen aus. Gewichts- und Größenbegrenzungen sowie Beschränkungen durch den Zoll, an Flughäfen und Beeinträchtigungen durch das Wetter beliefen sich auf insgesamt 6 Prozent. Fehler beim Be- und Entladen summierten sich auf 5 Prozent, weitere 3 Prozent wurden durch Probleme bei der Identifikation des Gepäcks bedingt.

Ein weiteres Ergebnis des Reports: Die meisten falsch abgefertigten Gepäckstücke gelangten in weniger als 48 Stunden zu ihren Besitzern zurück. Nur ein geringer Anteil von 0,32 Taschen je tausend Passagiere, insgesamt rund 736.000 Stück, blieb dauerhaft verschollen. 2007 waren es noch 0,57 Gepäckstücke je tausend Passagiere, beziehungsweise 1,28 Millionen insgesamt. Die Verluste, die durch verlorenes Gepäck für die Branche entstanden, schrumpften im vergangenen Jahr entsprechend um 800 Millionen Dollar auf 2,9 Milliarden Dollar. Die weltweiten Passagierzahlen stiegen im selben Zeitraum um 1,4 Prozent auf 2,3 Milliarden Passagiere an.

Für den Rückgang der Fehlerquote zeichnen mehrere Entwicklungen verantwortlich. So erheben immer mehr Fluggesellschaften Gebühren auf separat eingechecktes Gepäck. Gleichzeitig wurden die Größen- und Gewichtsbestimmungen für Handgepäck vielerorts gelockert. Daher gaben weniger Passagiere ihre Taschen beim Check-in ab.

Der Report zeigt darüber hinaus, dass Fluggesellschaften und Flughäfen der Gepäckabfertigung eine hohe Bedeutung beimessen: So gaben 49 Prozent der Fluggesellschaften und 55 Prozent der Flughäfen an, dass für sie IT-Investitionen in das Gepäckmanagement wichtig oder sehr wichtig seien.

Gleichzeitig wollen die Fluggesellschaften das gesamte Gepäckaufkommen reduzieren. Die Vorteile sind ein geringerer Kerosinverbrauch, weniger Kompensationszahlungen für fehlerhaft abgefertigte und verlorene Taschen sowie beschleunigte Abfertigungszeiten von Flugzeugen am Boden. Fluggesellschaften wollen daher Passagiere dazu bewegen, mit weniger Gepäck zu reisen, beziehungsweise die Kosten, die durch Check-in-Prozesse entstehen, an die Passagiere weitergeben. Durch solche Gepäckgebühren verzeichnen viele europäische und nordamerikanische Fluggesellschaften bereits Zusatzeinkünfte. Die sinkenden Zahlen beim Gepäck-Check-in sowie rückläufige Buchungen im Passagierverkehr Ende 2008 haben insgesamt die Flughafeninfrastruktur und die Gepäckabfertigungssysteme entlastet.

Mit ihrem Baggage Improvement Programme spricht die IATA mehr als 180 Fluggesellschaften weltweit an. Ziel ist es, die fehlerhafte Gepäckabfertigung bis 2012 zu halbieren. Auf diese Weise könnte die Branche zwischen 1 und 1,9 Milliarden US-Dollar einsparen. Neun Fluggesellschaften und neun Flughäfen haben das Programm im vergangenen Jahr bereits genutzt und profitierten von einer deutlich geringeren Fehlerquote.

Ebenfalls die Abläufe optimiert hat die Gepäckabfertigung von Tür zu Tür, die bereits 15 Prozent aller Fluggesellschaften einsetzen. Weitere 18 Prozent planen deren Einführung innerhalb der kommenden zwei Jahre. Im Rahmen einer früheren Studie, der SITA Passenger Survey, gab fast die Hälfte der befragten Passagiere an, dass sie einen solchen Service nutzen würden. Von diesen wären wiederum mehr als 40 Prozent bereit, auch dafür zu bezahlen.

SITA erleichtert die Kommunikation zwischen Fluggesellschaften und Gepäckabfertigungssystemen vor Ort, um sicher zu stellen, dass Reisegepäck seinen Bestimmungsort erreicht. Im Jahr 2008 hat das BagMessage-System des IT-Spezialisten mehr als 812 Millionen Nachrichten zwischen Abflugkontrollsystemen und automatisierten Gepäcksystemen übermittelt.

Der Baggage Report 2008 steht zum Download bereit unter: www.sita.aero/baggage_report

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Über das Unternehmen

SITA ist der weltweit führende Experte für IT-Lösungen und Kommunikationsservices für die Luftfahrtindustrie. Das Portfolio umfasst Geschäftslösungen für Fluggesellschaften, Flughäfen, Global Distribution Systems (Computerreservierungssysteme), Regierungen und weitere Kunden, die SITA über sein weltweites Kommunikationsnetzwerk betreut.

SITAs IT-Applikationen und -Services umfassen unter anderem weltweites Management der Kommunikation, Services für Infrastruktur und Outsourcing, Finanzbuchhaltung und Passagiermanagement bei Fluggesellschaften, Flugbetrieb, Luft-Boden-Kommunikation, Flughafenbetrieb und -management, Gepäckservice, Sicherheit bei Transport und Grenzabwicklung sowie Frachtbetrieb. Um einen umfassenden Kundenservice zu gewährleisten, verfügt SITA weltweit über mehr als 1.500 Mitarbeiter allein für den lokalen und globalen Support.

SITA ist ein weltweit tätiges Unternehmen, dessen Genossenschaft über 600 Mitglieder aus der Luftfahrtindustrie angehören. Insgesamt hat SITA über 3.000 Kunden in 220 Ländern und erzielte 2007 einen Umsatz von 1,42 Milliarden US-Dollar. Das Unternehmen feiert im Jahr 2009 sein 60-jähriges Bestehen. Seit mehr als 40 Jahren ist SITA auch auf dem deutschen und österreichischen Markt erfolgreich, und hier unter anderem für Lufthansa, TUI Group, den Flughafen Düsseldorf sowie Austrian Airlines und den Vienna International Airport tätig. Der deutsche Firmensitz von SITA liegt in Frankfurt/Eschborn, der österreichische in Wien.


Weitere Informationen finden Sie unter: www.sita.aero

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