Hauptseite NewsDesk

Agresso: Warum Fusionen und Übernahmen oftmals scheitern

Problem liegt häufig an der IT - fehlende Flexibilität nach der Implementierung sorgt dafür, dass Projekte fehlschlagen

München - 26. June 2008

Firmenfusionen und Unternehmensübernahmen werden oft als Gewinn für beide Seiten präsentiert: Aber warum erreichen die meisten dieser Projekte nicht die angestrebten Ziele? Schuld an den enttäuschenden Ergebnissen nach der Fusion ist häufig die fehlende Flexibilität der Unternehmenssoftware.

Der Übernahme-Hype erreichte 2007 einen neuen Rekord: Der Gesamtwert überstieg 4,83 Billionen US-Dollar weltweit. Das stellt im Vergleich mit dem Vorjahr einen Anstieg von 27 Prozent dar (Quelle: Dealogic). Die Erfolgsquote ist dabei allerdings sehr dürftig. So zeigt zum Beispiel eine Studie der Hay-Gruppe aus dem Jahr 2007, dass mehr als 90 Prozent der Firmenfusionen und Akquisitionen in Europa ihre geplanten Ziele verfehlen.

Zu den bekannten Gründen gehören sicherlich aufeinander stoßende Kulturen, schlechtes Management oder eine fehlerhafte Strategie. Immer häufiger jedoch taucht als Ursache die Informationstechnologie auf den Antwortlisten der Meinungsforscher auf. Experten wundert dies nicht: In einer kürzlich veröffentlichten TEC-Studie gaben weltweit mehr als 75 Prozent der Manager zu, dass sie bei strategischen Entscheidungen selten operative Auswirkungen auf Unternehmensapplikationen berücksichtigen (Quelle: www.technologyevaluation.com). Wenn jedoch nach der Fusion die Unternehmensapplikationen nicht zügig an die neue Situation angepasst werden, treten bald folgende Probleme auf:

• Fehlende Informationen: Durch verschiedene ERP- und Business Intelligence-Systeme kann die Performance verschiedener Geschäftsbereiche nur sehr schlecht verglichen werden. Das erschwert die Bereitstellung von Managementinformationen.

• Mangel an Synergien: Da Prozesse und Fachabteilungen nicht effektiv miteinander verzahnt werden können, bleiben zu erwartende Synergien aus.

• Höherer Arbeitsaufwand: So lange die IT-Systeme nicht hundertprozentig ihre Pflicht erfüllen, müssen noch viele Aufgaben manuell erledigt werden.

• Betrug und kreative Buchführung: Ohne exakte Kontrollen ist es relativ einfach, Daten zu manipulieren, um beispielsweise die Earn-Out-Kriterien zu erfüllen.

Zitat Unternehmensvertreter

„Unternehmen müssen die Zeit nach der Fusion unbedingt in ihre Planung aufnehmen“, bringt Ton Dobbe, VP Product Marketing bei Unit 4 Agresso, das Hauptproblem auf den Tisch. „Enterprise-Applikationen sind ein bekannter Einflussfaktor. Es sollte also der Arbeitsaufwand für die Applikationsumstellung und für die Systemintegration vor dem Kauf überdacht werden. Die Anpassung herkömmlicher ERP-Systeme ist meist sehr schwer und teuer. Das betrifft vor allem Unternehmen, die sich schnell an wechselnde Marktbegebenheiten anpassen müssen. Sie sollten sich überlegen, auf eine neue und alternative Lösung zu migrieren, die auch nach der Implementierung flexibel und agil ist. Wer hier die Hände in den Schoß legt, zahlt sicherlich drauf.“


Technorati tags: Agresso | ERP | Merger | Fusion | Business Intelligence |

Lesezeichen: