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IDC-Studie: ERP-Systeme entwickeln sich zur Kostenfalle

Anpassungen nach Inbetriebnahme sind häufig teuerer als die Anschaffungskosten

München - 15. September 2009

Unternehmen haben bei ERP-Projekten häufig nur die Implementierungskosten im Auge und vernachlässigen die erheblichen Ausgaben, die bereits nach kurzer Zeit anfallen. Zu diesem Schluss kommt IDC-Analyst Albert Pang, Research Director für den Bereich Enterprise Applications, in seinem Bericht „Adapting to Change with Agile ERP“. Seiner Analyse zufolge sind die Implementierungskosten oft um ein Vielfaches kleiner, als die durch nachträgliche Anpassungen anfallenden Ausgaben.

 

Pang empfiehlt Unternehmen deshalb eine ausführliche Prüfung ihrer ERP-Aktivitäten, sobald größere Änderungen in den Bereichen Finanzmanagement, Organisation, Compliance oder Mergers und Acquisitions anstehen. „Machen die Kosten für Anpassungen mehr als 25 Prozent der ursprünglichen Anschaffungskosten aus, sollten sich Firmen nach Alternativen umsehen“, rät Pang.

 

Das bestätigen auch die Ergebnisse einer Studie, die das Analystenhaus CFO Research gemeinsam mit dem ERP-Experten Agresso durchführte. Das Ergebnis einer Befragung unter 157 Finanzmanagern war, dass die Beschaffungs- und Implementierungskosten eines ERP-Systems wichtige Faktoren sind. Mindestens ebenso entscheidend sei jedoch der Aufwand, mit dem das System an sich wandelnde Rahmenbedingungen und Prozesse angepasst werden müsse. Bei vielen Anbietern dauerten derartige Adaptionen oft mehrere Monate – selbst kleinere Änderungen erforderten nicht selten eine ganze Woche. Auch diese Untersuchung kam zu dem Resultat, dass sich die dafür anfallenden Kosten schnell auf das Doppelte der ursprünglichen Ausgaben summieren können.

 

„Unternehmen sollten nicht Zeit und Geld damit verschwenden, statische ERP-Systeme zu implementieren, die sich nur schwer und mit hohen Kosten an neue Umstände anpassen lassen“, rät Agresso-Geschäftsführer Dieter Große-Kreul. „Die meisten Einkäufer ignorieren diese versteckte Kostenkomponente und auch ERP-Anbieter wecken natürlich keine schlafenden Hunde. Einige von ihnen machen ihr Hauptgeschäft überhaupt erst durch Post-Implementierungs-Anpassungen. Deshalb freut es uns auch, dass IDC sich dieses Themas annimmt. Die Studie ist hoffentlich eine Warnung für alle ERP-Anwender.“

 

Zitat Unternehmensvertreter

Agresso Geschäftsführer Dieter Große-Kreul rät:

„Unternehmen sollten nicht Zeit und Geld damit verschwenden, statische ERP-Systeme zu implementieren, die sich nur schwer und mit hohen Kosten an neue Umstände anpassen lassen. Die meisten Einkäufer ignorieren diese versteckte Kostenkomponente und auch ERP-Anbieter wecken natürlich keine schlafenden Hunde. Einige von ihnen machen ihr Hauptgeschäft überhaupt erst durch Post-Implementierungs-Anpassungen. Deshalb freut es uns auch, dass IDC sich dieses Themas annimmt. Die Studie ist hoffentlich eine Warnung für alle ERP-Anwender.“

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