Hauptseite NewsDesk

Wissende Kunden und ratlose Händler – Steigende Transparenz stellt den stationären Handel vor neue Herausforderungen

München - 21. June 2011

Was tun, wenn sich die Transparenz aus dem Internet auf den stationären Handel überträgt? Die aktuelle Studie „Von Multi-Channel zu Cross-Channel – Konsumentenverhalten im Wandel“ des ECC Handel in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH zeigt, wie die Transparenz den stationären Handel vor neue Herausforderungen stellt und legt branchenspezifische Unterschiede des Multi-Channel-Verhaltens dar. In-Store-Terminals können helfen, den Wissensdurst der Kunden zu befriedigen und bringen die Vorteile des Internets in den stationären Handel.

„Gibt es das nicht irgendwo anders billiger?“ – Diese Frage ist wohl eine der häufigsten, die Kunden sich stellen, bevor sie das Internet nutzen, um sich über Produkte und Händler zu informieren. Aus Gründen der einfachen Preisvergleichbarkeit haben sich einige Händler bislang gegen die Einführung eines eigenen Online-Shops gewehrt. Doch auch ohne Online-Shop ist die Transparenz des Internets eine Herausforderung für den stationären Handel.

Knapp 40 Prozent der Käufe von Consumer Electronics-Produkten in stationären Geschäften geht eine Informationssuche in einem Online-Shop voraus. Der Preis ist dabei einer der häufigsten Gründe für die Informationssuche im Internet. Branchenspezifisch kommt es jedoch zu unterschiedlichen Nutzungsintensitäten: Bei 15,4 Prozent der Käufe von Modeartikeln im stationären Handel findet eine Informationssuche in einem Online-Shop statt.

„Händler müssen sich darüber bewusst sein, dass der Preis oftmals der Treiber von Vertriebskanalwechseln zwischen On- und Offline-Handel ist. Umso wichtiger ist es für Handelsunternehmen, die einzelnen Kanäle konsistent und vernetzt zu bespielen. So kann der stationäre Handel die eigenen Stärken, wie die direkte Produktverfügbarkeit, das haptische Erleben der Produkte oder die persönliche Beratung, in den Vordergrund stellen“, erklärt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer der IfH Institut für Handelsforschung GmbH aus Köln.

So bestätigt die Studie, dass Kunden eben diese Vernetzung von On- und Offline-Handel von stationären Händlern verlangen. 14,3 Prozent geben an, dass sie „auf jeden Fall“ Produkte online bestellen würden, um sie offline in einem Laden abzuholen. Weitere 49,3 Prozent beantworten diese Frage mit „Ja, eventuell“. Die Brisanz der Vernetzung zeigt sich auch im umgekehrten Fall: 31,3 Prozent der Befragten erwarten den Einsatz von In-Store-Terminals, um nicht verfügbare Produkte direkt aus dem stationären Handel im Online-Shop des Anbieters zu bestellen. Weitere 38,8 Prozent geben an, dass sie gerne In-Store-Terminals nutzen würden, um sich im stationären Handel noch über weitere Produkteigenschaften zu informieren oder Kundenbewertungen zu lesen. Einige deutsche Händler setzten derartige Konzepte bereits ein. So nutzt der Wäsche- und Bademodenanbieter Lascana bereits heute iPads im Handel, um den eigenen Kundinnen die Vorteile des Internets auch während des Einkaufs im stationären Handel zu ermöglichen.   

Mark Holenstein, Vice President Central Europe bei hybris, fasst die Herausforderung für den Handel zusammen: „Nicht die Transparenz ist das Problem des Handels, sondern die fehlende Verzahnung der einzelnen Vertriebskanäle. Händler und Hersteller, die ihre On- und Offline-Aktivitäten aufeinander abstimmen und konsistent verbinden, werden Kunden trotz des stattfindenden Kanalwechsels während der Kaufentscheidung nicht verlieren. Sie fördern damit sogar die Bindung an Marke und Unternehmen.“

Zitat Unternehmensvertreter

Mark Holenstein, Vice President Central Europe bei hybris, fasst die Herausforderung für den Handel zusammen: „Nicht die Transparenz ist das Problem des Handels, sondern die fehlende Verzahnung der einzelnen Vertriebskanäle. Händler und Hersteller, die ihre On- und Offline-Aktivitäten aufeinander abstimmen und konsistent verbinden, werden Kunden trotz des stattfindenden Kanalwechsels während der Kaufentscheidung nicht verlieren. Sie fördern damit sogar die Bindung an Marke und Unternehmen.“

Analystenzitat

„Händler müssen sich darüber bewusst sein, dass der Preis oftmals der Treiber von Vertriebskanalwechseln zwischen On- und Offline-Handel ist. Umso wichtiger ist es für Handelsunternehmen, die einzelnen Kanäle konsistent und vernetzt zu bespielen. So kann der stationäre Handel die eigenen Stärken, wie die direkte Produktverfügbarkeit, das haptische Erleben der Produkte oder die persönliche Beratung, in den Vordergrund stellen“, erklärt Dr. Kai Hudetz, Geschäftsführer der IfH Institut für Handelsforschung GmbH aus Köln.

Multimedia

Cross-Channel Potential

Technische Voraussetzungen

Über die Studie 

Die Studie „Von Multi-Channel zu Cross-Channel - Konsumentenverhalten im Wandel“ in Zusammenarbeit mit der hybris GmbH stellt die Neuauflage und somit sechste Studie des ECC Handel über das Multi-Channel-Verhalten der Konsumenten dar.

Die Untersuchung bezieht sich auf Umsatzgrößen, welche auf Basis einer Nachkaufbefragung erhoben wurden. Hierfür wurden im Januar 2011 insgesamt 1007 Internetnutzer ab 16 Jahren befragt. Die Stichprobe wurde hinsichtlich Alter, Geschlecht, Bildung und Nettoeinkommen repräsentativ quotiert. Zusätzlich wurde eine Referenzgruppe von 500 Smartphone-Nutzern unter 30 Jahre befragt, um die verstärkte Nutzung des mobilen Internets und dessen (zukünftige) Wirkung auf die Vertriebskanäle zu untersuchen.

Weitere Informationen und Bestellmöglichkeit der Studie finden Sie unter:
http://www.ecc-handel.de/von_multi-channel_zu_cross-channel_-.php

Über das Unternehmen

Über das E-Commerce-Center Handel (ECC Handel)

Das ECC Handel (www.ecc-handel.de) wurde 1999 als Forschungs- und Beratungsinitiative unter der Leitung der IfH Institut für Handelsforschung GmbH ins Leben gerufen. Das Ziel ist es, insbesondere kleine und mittelständische Handelsunternehmen zum Thema E-Commerce fundiert und neutral zu informieren. Individuelle Fragen zum E-Commerce von Unternehmen, Verbänden und öffentlichen Institutionen beantwortet das ECC Handel im Rahmen von Auftragsprojekten. Zahlreiche Aspekte des E-Commerce im Handel hat das ECC Handel zudem in eigenen Studien untersucht. Es wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) für spezifische Projekte gefördert und ist in das Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr (NEG) als Branchenkompetenzzentrum mit Themenfokus Handel eingebunden.

Ausführliche Informationen finden Sie unter: www.ecc-handel.de

 

Über die Institut für Handelsforschung GmbH

Die IfH Institut für Handelsforschung GmbH (IFH Köln) ist ein Forschungs- und Beratungs-unternehmen mit empirisch basierten Businesslösungen für den Off- und Online-Handel. Groß- und Einzelhandel, zuliefernde Hersteller sowie dazugehörige Organisationen und Dienstleister vertrauen auf die jahrzehntelange Expertise und die individuelle Marktstellung an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis.

Unabhängigkeit und fundierte Methodik resultieren aus der historischen Verbindung mit dem Institut für Handelsforschung an der Universität zu Köln (seit 1929). Hohe Mitarbeiterqualifizierung und die Kompetenz als Insider des Handels machen die IfH Institut für Handelsforschung GmbH zum kompetenten Ansprechpartner für Fragen rund um den Handel.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.ifhkoeln.de.

 

Über hybris

hybris ist einer der führenden Experten im Bereich Multichannel Commerce. Der Hersteller von Standardsoftware hilft Unternehmen dabei, über sämtliche Vertriebskanäle mit Kunden und Partnern stets konsistent, aktuell und relevant zu kommunizieren. Für diese Herausforderung hat hybris eine integrierte und flexible Lösung entwickelt, um Marketing- und Vertriebsinformationen medienneutral, automatisiert und zentral zu verwalten. Unternehmen sind somit in der Lage über alle Absatzkanäle hinweg ihre Produkte und Dienstleistungen einheitlich zu vertreiben.

Der 1997 gegründet Commerce-Spezialist hybris blickt auf eine kontinuierliche Erfolgsgeschichte zurück, die sich im Unternehmenswachstum widerspiegelt. Mit Hauptsitz in München verfügt das Unternehmen über Niederlassungen in den USA, Kanada, Großbritannien, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Italien, Frankreich, Polen, der Tschechischen Republik sowie Schweden. Die internationale Präsenz wird darüber hinaus durch ein engagiertes Netzwerk von Geschäfts- und Technologiepartnern in Europa, den USA, Australien und Asien gestärkt. Derzeit betreiben mehr als 300 Kunden weltweit über 2.500 Webseiten „powered by hybris“. Zu diesen Kunden zählen führende Marken aus der Handels- und Fertigungsindustrie, darunter: Toys´R´us, Adidas, Douglas, Levi´s, Nespresso, Pirelli, Conrad, Ericsson, Lufthansa, Reebok, Ulla Popken, Sika, Phonak, und Rexel.

Weitere Informationen finden Sie unter www.hybris.de


Technorati tags: hybris | Commerce | PCM | PIM | Multichannel | ECC Handel | Studie |

Lesezeichen: